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Keramik” ist ein Oberbegriff

und bezeichnet alle aus einer formbaren Masse hergestellten Erzeugnisse, welche durch Wärmezufuhr verfestigt wurden.

Das überwiegende Rohmaterial der Keramik ist die Tonerde

 Die Massebestandteile der Tonerde, welche nicht das ausschließliche, wohl aber das überwiegende Rohmaterial der Keramik ist, werden aufbereitet über Mühlen, mechanische Schlämm- und Filteranlagen, Siebe und Mischaggregate. Tonerde ist ein Verwitterungsprodukt feldspalthaltiger Sedimentgesteine und somit ein Gemenge von Mineralien. Die Qualität der Tone, d. h. ihr Aussehen und ihre Eigenschaften, wie z.B. die Formbarkeit und Körnigkeit, werden durch das unterschiedliche Maß an Beimengung organischer Substanzen bestimmt, wie z. B. Holz, Bein und Sand. Allen Tonerden gemeinsam ist ihre vom Wassergehalt abhängige Plastizität in feuchtem Zustand.

Für Näheres hierüber die Maus halten.

Oberbegriff “Keramik” wird anhand unterschiedlicher Kriterien untergliedert:
z.B. nach Strukturgesichtspunkten (Fein- / Grobkeramik) oder nach Zusammensetzung und Herstellungsverfahren. In der Regel bildet der benutzte Werkstoff die Grundlage für die Unterteilung der keramischen Produkte. Tonerde mit ähnlichen oft sicht- und fühlbaren Merkmalen zeigt meist für diese Art Ton nach dem Brennen charakteristische Eigenschaften.
Die Scherben, wie rohe gebrannte Tone genannt werden, unterscheiden sich je nach der benutzten Tonerde hinsichtlich der Farbe, der Brenntemperatur, welcher der Werkstoff ausgesetzt werden kann, der Dichtheit / Verschmolzenheit der Tonbestandteile (Grad der Sinterung), welche durch das Brennen erreicht werden konnte, und nach der üblicherweise auf diese Qualität von Tonerde aufgetragene - oder auch nicht aufgetragene - Glasur:

Die Einteilung keramischer Erzeugnisse können Sie sich als Grafik anschauen,
wenn Sie auf diesen Text klicken oder / und sich durch den folgenden Text einen kurzen Überblick verschaffen:
-   Töpferware oder auch Irdenware - nicht weiß und nicht dicht, wasserdurchlässig, porös, rau,hoher
     Kaolinanteil, Brennbereich: 800-1100 °C
-   Terrakotta - nennt man unglasierte rotbrennende Irdenware, Beimengung von Eisenoxid, 
     Brennbereich: 800-100 °C
-   Steingut - meist härter als Irdenware, doch immer noch ohne hohe Bruchfestigkeit, gelblichweiß, porös,
     glasiert oder unglasiert,  Brennbereich: 1000-1100 °C
Steinzeug - hier hat sich der Ton durch einen speziellen Brand stark verdichtet, daher wird es auch als
       Sinterware bezeichnet; doch trotz der Dichte ist der Scherben nicht durchscheinend, nicht weiß,
     Brennbereich: 1180-1300 °C
-   Porzellan - weiß oder zart cremefarben, relativ dicht (dicht gesintert) und unporös, bei feinem Porzellan
     lichtdurchlässig, Brennbereich: 1300-1480 °C

Porzellan wird seinerseits noch mehrfach untergliedert.
Wenn Sie mehr dazu interessiert, so können Sie auf den nebenstehenden Teller klicken.