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Porzellan gehört zu der großen Gruppe der Keramik.

Es ist ein weißes oder grau bis gelbliches, glasiertes keramisches Erzeugnis. Es besteht im allgemeinen aus rund 50 Teilen Porzellanerde (Kaolin), 25 Teilen Quarz und 25 Teilen Feldspat. Diese Bestandteile werden durch eine entsprechende Bearbeitung, Mahlung, Mischung und durch die Brände miteinander zu einem Ganzen verbunden.
Die Ähnlichkeit der Zusammensetzung der Rohmaterialien von Glas und Porzellanmasse gibt dem Porzellan eine durchscheinende Wirkung. Auch die Porzellanglasur ist in ihren chemischen Elementen dem Glas vergleichbar.

Porzellan hat eine ganz außergewöhnliche Festigkeit. Über ein 2 qcm großes Porzellanplättchen kann ohne irgendeinen Schaden anzurichten ein 10.000 kg schwerer vollbeladener Eisenbahnwagen fahren! Die Stoßfestig-
keit ist allerdings nicht vergleichbar überwältigend. Zur Beseitigung dieser Schäden gibt es daher die von mir geführte PORZELLAN KLINIK Münsterland.
Porzellanglasur ist unangreifbar durch alle Säuren oder Alkalien, wie sie im Normalhaushalt  vorkommen. Sie ist durch ihre Härte schnitt-, ritz- und kratzfest, nimmt kein Wasser auf und läßt kein Wasser durch. Das alles ermöglicht eine rasche und vollständige Reinigung. Porzellan ist nachgewiesenermaßen sogar bakterienfeindlich. Darüber hinaus ist Porzellan absolut geruchs- und  geschmacksneutral, d.h. hierin  servierte Speisen und Getränke behalten ihr spezifisches Aroma und ihren Eigengeschmack. Porzellan nimmt umgekehrt auch weder Geruch noch Geschmack an.

In Manufakturen hergestelltes Porzellan wird überwiegend gegossen. In die dünnflüssige, zur Vermeidung des Entmischens ständig umgerührte Glasur werden dort die einzelnen Gegenstände eingetaucht. Die Dekoration ist nur sehr selten vollständig mit der Hand gemalt, sondern sie wird durch Abzieh- oder Schiebebilder aufgebracht, deren Metalloxyde enthaltenen Farben beim Brennen von der dabei flüssig gewordenen Glasur umschlossen werden und somit dauerhaft mit ihr verbunden (Inglasur). Aufglasurdekore sind auf die Glasur aufgeschmolzen. Es ist dabei natürlich entscheidend, dass der Schmelzpunkt der Farben unter dem der Glasur liegt.

Man unterscheidet zwei Hauptarten von Porzellan, das Hartporzellan und das Weichporzellan. Hartporzellan wird überwiegend auf dem europäischen  Kontinent, Weichporzellan vorzugsweise in China, Japan und in England hergestellt.
Ein wesentliches Merkmal des Hartporzellans ist sein hoher Kaolingehalt und seine Feltspatglasur. Diese Glasurarten haben einen recht hohen Schmelzpunkt, der etwa gleich hoch wie derjenige der stark kaolinhaltigen Porzellanmasse liegt, wodurch beides besonders dicht miteinander verschmilzt. Dies führt zu der Härte, welche diesem Porzellan seinen Namen gab, und zu einer sehr geringen Transparenz.
Bei Weichporzellan ist es genau umgekehrt: Der wesentlich niedriger liegende Schmelzpunkt des verwendeten kaolinarmen Rohmaterials führt zu keiner ausgeprägten  mechanischen Festigkeit und Widerstandsfähigkeit.

Darüber hinaus unterscheidet man noch:
Bone China,  wird Knochenasche zugemischt,ist besonders transparent, rein weiß und leicht.Vor allem aus
     England bekannte Variante des Weichporzellan.
Biskuitporzellan, welches unglasiert gebrannt wird. Fertig gebrannt ist es ebenfalls wasserundurchlässig, hat
     aber eine rauhe Oberfläche. Niedriger Quarzanteil, hoher Feldspat- und Kaolingehalt.
China-Porzellan, welches als ältestes Porzellan 618-906 in der Tang-Zeit erfunden wurde.
Fritten-Porzellan. Sobezeichnet man die seit ca. 1668 in Frankreich hergestellte Keramik aus glasigem
     Fritten (Pulver). Ein bestimmtes Gemenge wird so lange geglüht (gebacken = ital.“fritta”)  bis eine glasige
     Fritte entsteht, die pulverisiert wird; niedrige Brenntemperatur.
Medici-Porzellan ist ein im 16. Jahrhundert in Florenz hergestelltes Fritten-Porzellan.

Wie bei “Informationen zu ‘Keramik’” erwähnt, werden manchmal zu den Porzellanen gezählt:
Fayence (ca. 1600 im italienischen Faenza hergestellt) und
Majolica (aus Mallorca stammend)